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Ökobilanz

                                                                                                                              

 

Zur Ökobilanz kursieren immer wieder verschiedene Zahlen, die schwer nachvollziehbar sind. Die Frage ist: Was macht die Ökobilanz eigentlich aus? Wie kann man den Verbrauch beispielsweise des Wassers beim Waschen der Stoffwindeln mit dem vermeintlichen Nichtverbrauch des Wassers der Wegwerfwindel vergleichen? Man muss hier einmal ganz anders anfangen zu denken: Natürlich wird beim Waschen der Windeln gegenüber dem Wegschmeißen von Einmalwindeln Wasser verbraucht – dies ist aber eine Milchmädchenrechnung, lässt man bei dieser Betrachtungsweise den gesamten Herstellungs- und Vertriebsprozess von Wegwerfwindeln außer Acht. Hier ein Rechenbeispiel anhand gängiger Waschmaschinenmodelle:

Ein Waschgang verbraucht rund 70 Liter Wasser. Bei zweieinhalb Wäschen pro Woche aufs Jahr gerechnet macht das 9,1 Kubikmeter Wasser im Jahr. Bei einer durchschnittlichen Wickelzeit bei Stoffwindeln von zweieinhalb Jahren macht das 22,75 Kubikmeter Wasser für die gesamte Wickelzeit.

Hinzu kommt der Stromverbrauch der Waschmaschine: Moderne Maschinen haben einen Stromverbrauch von 0,7-1,0 kWh pro Waschgang. Wenn wir unsere Musterrechnung ansetzten macht das – mit dem höheren Wert gerechnet –  in zweieinhalb Jahren Wickelzeit 390 kWh.

Um  objektiv beide Wickelsysteme miteinander vergleichen zu können, muss man aber den gesamten Weg von Wegwerf- und Stoffwindeln betrachten: Für eine Wegwerfwindel benötigt es allein neun Fabrikstationen, bevor sie zu ihrem Zielort transportiert werden kann. Das macht in Summe eine Vielzahl an Fertigungsanlagen, diverse lange Transportwege der Rohstoffe für die Produktion plus Transportwege der fertigen Windel für die Auslieferung. Natürlich müssen Stoffwindeln auch produziert werden, aber wir können hier ca. 25 Stoffwindeln gegen ca. 4.500 Wegwerfwindeln pro Kind stellen und dazu kommt, dass man die Stoffwindeln für mehrere Kinder verwenden kann. Wir wagen sogar zu behaupten, dass der Wasserverbrauch bei Stoffwindeln pro Windel höher sein mag als bei Wegwerfwindeln, aber hinsichtlich des Stromverbrauchs etc. schlägt die Stoffwindel die Wegwerfwindel um Längen! Deutschland ist ein Land, das nicht mit der Wasserknappheit kämpft. Es ist eine Ressource, die wir hier tatsächlich und ohne schlechtes Gewissen nutzen können. Ein Problem, das bei dem Recycling-Vorreiter Deutschland allerdings noch besteht, ist die Einlagerung der Reststoffe beim Verbrennen des Plastikmülls, also auch der Wegwerfwindeln. Die Anlagen verbrennen heute sehr heiß, effizient und gut gefiltert. Dennoch bleiben Rückstände in den Filtern, für die es noch keine Möglichkeit der Entsorgung gibt. Diese müssen daher wie Atommüll eingelagert werden. Man weiß bis heute nicht, wohin damit.

Welche Kosten verursachen Stoffwindeln in der Nutzung?

Wasserkosten

Wenn wir die eben errechneten Zahlen hernehmen, dann beträgt der Wasserverbrauch bei zweieinhalb Jahren Wickelzeit 76,23 € (bei angenommenen Wassergebühren von  1,45 € und Abwassergebühren von  1,90 € pro Kubikmeter Wasser).

Stromkosten

Bei den oben berechneten Zahlen des Stromverbrauchs gehen wir für zweieinhalb Jahre Wickelzeit von 390 kWh aus. Die Kilowattstunde berrechnen wir mit 0,25 Cent pro Einheit (Ökostrom). Das macht insgesamt einen Ausgabeposten von 97,50 €

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